Zu wenige Plätze an beruflichen Gymnasien?

Veröffentlicht am 29.03.2010 in MdB und MdL

Winkler fordert von Landesregierung Auskunft über Situation im Kreis

In diesen Tagen erfahren alle Schüler, die sich für das kommende Schuljahr an einem beruflichen Gymnasium beworben haben, ob sie einen Platz erhalten. Dies nimmt der SPD-Landtagsabgeordnete Alfred Winkler zum Anlass, bei der Landesregierung nach-zufragen, ob und wie sichergestellt wird, dass tatsächlich alle Bewerber mit den erfor-derlichen Voraussetzungen an ein berufliches Gymnasium ihrer Wahl wechseln können.

„Gerade in der jetzigen unsicheren Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsbereich ist es für die betroffenen Schüler und deren Eltern wichtig zu wissen, dass sie nach der mittleren Reife auch das Abitur und damit die Hochschulzugangsberechtigung erlangen können“, so der Abgeordnete. Die beruflichen Gymnasien im Landkreis Waldshut leiste-ten dabei mit ihren verschiedenen Schwerpunkten hervorragende Arbeit, stießen jedoch vielfach an personelle und zum Teil auch räumliche Grenzen.
Winkler erinnerte an die Situation im vergangenen Jahr. Damals schlossen aufgrund der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von neun auf acht Jahre gleich zwei Jahrgänge an den allgemein bildenden Gymnasien die Mittelstufe ab. Die daraus resultierende ho-he Bewerberzahl traf auf ein unverändert großes Interesse von Realschulabsolventen, was dazu führte, dass bei weitem nicht alle Bewerber einen Platz an einem beruflichen Gymnasium erhielten.
„Die Landesregierung muss aus den Erfahrungen der Vergangenheit die notwendigen Konsequenzen ziehen“, so der SPD-Abgeordneter. Daher will Winkler von der Landes-regierung wissen, wie viele Plätze den Bewerbern an den beruflichen Gymnasien im Landkreis Waldshut zum Schuljahr 2010/2011 zur Verfügung stehen und wie sicherge-stellt werden soll, dass alle zugangsberechtigten Bewerber auch tatsächlich einen Platz an einem beruflichen Gymnasium ihrer Wahl erhalten.
Voraussetzung für die Aufnahme in die Eingangsklasse der beruflichen Gymnasien ist die mittlere Reife. Für Realschüler, Werkrealschüler und Berufsfachschüler ist dabei ein Notenschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie der ersten Pflichtfremdsprache notwendig.

 

MdB Rita Schwarzelühr-Sutter

http://www.schwarzelühr-sutter.de/