Tropennacht in Lauchringen

Veröffentlicht am 15.08.2025 in Ortsverein
 

Selbst im grünen Garten nicht weniger als 20 Grad in der Nacht

In der Nacht vom 14. auf den 15. August hatten wir selbst in grünen Gärten eine Tropennacht in Lauchringen. Das Thermometer fiel nicht unter 20 Grad. Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf!

 

Am 11.08.2025 waren die Messtellen Rheinfelden und Wutöschingen-Ofteringen des Deutschen Wetterdienstes sogar die heißesten in ganz Deutschland (und die Temperaturen wurden abseits der Siedlungen gemessen)

  1. Rheinfelden 32° Höchsttemperatur
  2. Wutöschingen-Ofteringen: 31,2° Höchsttemperatur

https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/extremwerte.asp?id=20250811

Die heutigen Messwerte sowie die Wetterwarnungen des DWD für Süddeutschland – und auch unseren Kreis – bis Donnerstag lassen keine Erleichterung erwarten.

Auch für die nächsten Jahre ist eher mit einer Verschärfung zu rechnen.

Und die Hitzetage nehmen in Wutöschingen stärker zu als z.B. im Frankfurter Westend:

Grafik: Battefeld nach Angaben des Wetterkontors /DWD

 

Die Zahl der „Heißen Tage“ (Tage mit Lufttemperatur-Maximum über 30°) nimmt auch bundesweit ständig zu

https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-heisse-tage

 

Auch wenn es ab dem 15. August kühler und feuchter werden sollte: Der Sommer und die Gefahr von Hitzeschäden sind noch nicht vorbei!

 

Was kann jeder tun?

Informieren

  1. Wettervorhersagen hören und ansehen und das Leben darauf einstellen
  2. Achtung: Mittags ist die härteste Sonneneinstrahlung,
    aber erst um ca. 17:00 Uhr ist es am heissesten!
  3. Übers Jahr sind die strahlungsreichsten Monate  März und April sowie Juni und September.
  4. Übers Jahr gibt es die höchsten Monatsmitteltemperaturen in Juni, Juli und August

Verhalten bei Hitze

  1. Viel trinken (Wasser!) und genug Wasser dabeihaben – besonders für Kinder und Alte, aber auch Tiere. Wenig saure /süße Säfte oder SoftDrinks– schaden den Zähnen und machen dick. Alkohol am Nachmittag sorgt jetzt für enen besonders dicken Kopf.
  2. Niemanden im Auto warten lassen (Kinder, Haustiere)
  3. Auf andere Menschen achten: Kinder, Alte, Kranke
  4. Nur im Schatten aufhalten - schützt auch vor Hautkrebs.
    Besonders wichtig für Kinder: Nicht in der Mittagshitze auf den Spielplatz!
  5. Lange, lockere Kleidung, die die Haut abdeckt, mit Sonnenbrille Augen schützen
  6. Unbedeckte Körperteile mit Sonnencreme Lichtschutzfaktor 50 eincremen
  7. Besser Strohhut als Basecap: beschattet auch Ohren und Wangen und lässt Luft an den Kopf
  8. Kein Sport bei Hitze! Körperlich anstrengende Arbeiten möglichst in kühle Zeiten verschieben.
  9. Beim Shoppen öfters eine Pause machen und sich in den Schatten setzen
  10. Nicht erhitzt in oder unter kaltes Wasser: Das macht der Kreislauf nicht mit!
  11. Mit Hand-/Fußbädern, Sprühflaschen oder lauwarmen Duschen abkühlen.
  12. Leicht essen, besonders mittags (Viel Gemüse, Obst, wenig Fett und Zucker!)
  13. Nachts und am frühen Morgen durchlüften (möglichst mit Durchzug)
    Insektengitter an Fenster montieren
  14. Bei Windstille Unterstützung durch Ventilator – Luft aus dem Fenster „blasen“
  15. Tagsüber Fenster, Jalousien, Vorhänge und Rollläden schließen
    (Luftpolster isolieren)
  16. Feuchte (nicht nasse) Küchenhandtücher mit Ventilator anblasen (später gut lüften)
    Wenn die Feuchtigkeit verdunstet, entsteht Kälte
  17. Brandgefahr: Nicht in der freien Landschaft oder im Wald rauchen oder grillen, Katalysator-Autos nicht auf trockenem Gras oder Waldboden abstellen

Umfeld verbessern

  1. Sonnenschutzfolien aufs Süd- und West-Fenster, wenn es keine Rollläden gibt
  2. Schottergärten durch Begrünung/Bepflanzung ersetzen
    Pflanzen verdunsten Wasser – dadurch wird es kühler. Schotter, Pflaster, Beton und Asphalt speichern tagsüber Sonnenhitze und strahlen nachts noch Wärme ab.
    Vorsicht bei Efeu: stranguliert Bäume und kann Dächer beschädigen.
  3. PKW-Abstellplatz: „Rasengitter“ mit Kräutern statt Pflastersteine
  4. Trocknistolerante Bäume und Büsche sind besser als nur Bodenpflanzen:
    Je mehr grüne Masse eine Pflanze hat, umso kühler wird es, weil Bäume und Sträucher nicht nur beschatten, sondern Wasser „ausschwitzen“, das bei Verdunstung abkühlt („Transpiration“)
  5. Auf „Englischen Rasen“ verzichten: Verbraucht zu viel Wasser. Kräuterwiese reicht.
  6. Bei Hitze nicht mähen! Rasen nicht zu kurz mähen, damit die Wurzeln nicht überhitzen.
  7. Am Hochrhein/Oberrhein Pflanzen im Garten langsam auf hitze- und trocknistolerante Arten umstellen: z.B. Rosmarin statt Hortensie, Lavendel statt Rhododendron, Taxus (Eibe) und Wacholder statt Thuja oder Fichte
  8. Bei neu gepflanzten Bäumchen  viel  wässern und Stämmchen  mit weißer Schutzfarbe anstreichen
  9. Pflanzen möglichst am frühen Morgen gießen: Dann ist es kühler (weniger Wasser verdunstet nutzlos) und es ist hell:
    Die Pflanzen können das Wasser gleich aufnehmen. Eher häufiger als zu viel auf einmal gießen.
  10. In Zisternen Regenwasser von Dachabläufen als Gießwasser sammeln (abdecken wg. Stechmückenlarven).
  11. Bei Neubauten Dachbegrünung und Photovoltaikanlage einplanen
  12. Weniger Fenster und Balkonfläche nach Süden oder Westen
  13. Häuser mit Laubbäumen umstellen, die nicht zu hoch werden: Schatten und Kühle im Sommer, im Winter mehr Licht
  14. Versickerungsmulden auf Grünbereichen anlegen

 

Mehr:

https://www.landkreis-waldshut.de/gesundheitsamt/andere-aufgaben/hitzeschutz/

https://www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/empfehlungen-bei-hitze/

 

 

 

Für uns in Berlin

 

Parlamentarische Staatssekretärin RITA SCHWARZELÜHR-SUTTER MdB

Wahlkreis Waldshut

schwarzelühr-sutter.de