Kommunalpolitische Fahrradtour 2025

Veröffentlicht am 13.09.2025 in Aktuelles
 

Start der Fahrradgruppe auf dem Marktplatz Unterlauchringen

Rund ein Dutzend Interessierte konnte der SPD-Ortsverein Lauchringen zur diesjährigen „kommunalpolitischen Radtour“ am 13.9.2025 auf dem Marktplatz Unterlauchringen begrüßen. Ortsvereinsvorsitzender Dr. Philipp Schmidt-Wellenburg brachte die Interessierten bei bestem Radlerwetter ohne lange Vorrede zur ersten Station der Tour: Zur Baumwollhalle auf dem Lauffenmühlegelände.

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Dort wartete bereits der Ortsbaumeister der Gemeinde Lauchringen Roland Morawczik mit den aktuellen Plänen, um den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten vorzustellen.

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Ein Luftbild dokumentierte den bisherigen Zustand des Fabrikgeländes.

Die Halle ist inzwischen von den umgebenden Funktionsgebäuden freigestellt und innen weitgehend entkernt worden. Inzwischen wurden die Wände innen und außen freigelegt, das originale Gebälk gebürstet und – soweit erforderlich – der Dachstuhl ergänzt und im Dachstuhl eine Wärmedämmung aufgebracht. Entsprechend der künftige Funktion als Veranstaltungsraum wurde der Betonboden erneuert. Er soll mit Estrich sowie einer Fußbodenheizung versehen werden.

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Aktuelle Planung der Sanierung der Baumwollhalle

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Südansicht der Sanierungsplanung mit Anbauten

Neu eingebaut werden eine feste Bühne auf der Ostseite sowie eine Empore für Veranstaltungstechnik auf der Westseite der Halle. In eingeschossigen Anbauten auf der West- und Nordseite in Holzständerbauweise werden Kassenbereiche, Sanitärräume, ein Stuhllager, eine Küche und Künstlergarderoben ergänzt. Ziel ist es, die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Textilfabrik einer zukunftsgerechten Nutzung im Interesse des Gemeinwohls zuzuführen. Der Veranstaltungsraum soll ca. 400 Personen Platz bieten. Zu den aktuellen Arbeiten gehörte auch die ursprüngliche Fotovoltaikanlage eines Fremdinvestors auf den Fabrikanlagen einer sinnvollen Folgenutzung zuzuführen. Auf dem Dach der Baumwollhalle wurde inzwischen erneut entsprechend der Vorgaben der Landesbauordnung eine neuwertige Fotovoltaikanlage mit deutlich höherer Leistung installiert. Für die Wärmeversorgung ist eine Nutzung der Abwärme im Generatorraum des nahegelegenen Wasserkraftwerks eines privaten Betreibers vorgesehen, die bislang ungenutzt bleibt. Möglichkeiten einer Grundversorgung des gesamten künftigen Wohnquartiers mit erneuerbaren Energien werden geprüft. Nächste Schritte sind der weitgehende Abriss der nicht denkmalgeschützten Gebäude, die mit der künftigen Planung des Quartiers nicht vereinbar sind.

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Rahmenplan des Lauffenmühlegeländes im derzeitigen Stand.
Hieraus soll ein Bebauungsplan entwickelt werden.

Unklar sind noch mögliche Auswirkungen des Dacheinsturzes am angrenzenden REWEmarkt in der vergangenen Woche auf die Planungen. Frühestens nach Auswertung der Gutachten der Bausachverständigen wird man hierzu weitere Aussagen treffen können. Die Anwesenden wünschten zunächst den Verletzten baldige Genesung. Klarer sind aber die Vorstellungen für den Landschaftspark in den südöstlich angrenzenden Riedwiesen. Am Dienstag, dem 16.09.2025 werden ab 18:30 bei einem Abendspaziergang ab Lauffenmühleparkplatz die Planenden Ihre Überlegungen vorstellen.

Die Radlergruppe setze Ihre Tour entlang der Wutach fort bis zur neuen Eisenbahnbrücke in Oberlauchringen, um von dort zur Lauchringer Feuerwache abzubiegen. Dort erwarteten die Besuchsgruppe bereits Mike König, Andreas Mager und Florian Eckert von der Freiwilligen Feuerwehr Lauchringen. Später stieß auch Maximilian Mager hinzu. Letztmalig hatte der SPD-Ortsverein vor acht Jahren die Feuerwehr besucht.

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Stolz präsentierte die FFW Lauchringen das nagelneue LF 10 im Neuwert von 630.000 Euro

Seitdem sei viel passiert, erläuterte Mike König. So sei zum Fahrzeugbestand insbesondere die Drehleiter neu hinzugekommen sowie vor wenigen Wochen ein neues Löschgruppen Fahrzeug LF 10. Ein langjähriges Sorgenkind, die Undichtigkeiten an den Dächern von Bauhof und Feuerwehrstützpunkt seien inzwischen beseitigt und der Feuerwehrstützpunkt deutlich erweitert worden. Die Erweiterungen und Zusatzbeschaffungen seien Folge der strukturell vorgegebenen und nach den üblichen Bemessungsmaßstäben in den letzten Jahren fortgeschriebenen Feuerwehrbedarfsplanungen. So habe die Zunahme der Zahl von Gebäuden mit mehr als vier Stockwerken den Bedarf für eine Drehleiter ausgelöst, der glücklicherweise durch Erwerb eines Vorführfahrzeugs kostengünstig gedeckt werden konnte. Gerade Hilfeleistungen für behandlungsbedürftige Menschen seien in letzter Zeit nur mithilfe der Drehleiter lösbar gewesen, auch wenn diese im Korb nur eine Zuladung von 230kg ermögliche. Moderne Drehleitern könnten inzwischen 500 kg Ladung im Korb ermöglichen.

Florian Eckert stellte die Ausstattung des neuen Löschgruppenfahrzeugs und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nicht nur bei Brand im Siedlungsbereich vor. Eine leistungsfähige Schmutzwasserpumpe sei wichtig zur Behebung von Wassereinbruch nach Starkregen. Neben 2000l Wasser im Tank an Bord könne sowohl Wasser aus Hydranten als auch Oberflächenwasser aus Gewässern für Löschzwecke eingesetzt werden. Neben den starken Schläuchen für die Bekämpfung von Siedlungsbränden gibt es auch ein dünneres und leichteres Schlauchset für die schnelle Bekämpfung von Vegetationsbränden. Eine Vielzahl von Werkzeugen sowie Geräten vom Stromaggregat über leistungsfähige LED-Leuchten bis hin zu Spreizwerkzeugen und Motorsägen lässt kaum Einsatzbereiche nicht abgedeckt.

Andreas Mager stellte das moderne Atemschutz- und Hygienekonzept der Feuerwehr vor. Die Vielzahl moderner Stoffe, die in Fabriken, Gebäuden und Fahrzeugen verbaut sind, stellen Feuerwehren vor ständig neue Herausforderungen. Im Brandfall kann eine große Zahl schädlicher Substanzen entstehen, die einen früher vielleicht harmlosen Ruß zu einem modernen Giftcocktail verwandeln könnten. Deshalb sei es wichtig, verschmutzte Kleidung, Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge nach Einsätzen einer sorgfältigen Kontrolle zu unterziehen und sie ggf. professionell zu reinigen. Nur so könnten heute z.T. schwere bleibende Gesundheitsschäden für die Feuerwehrleute vermieden werden. Vielfach dauere die Reinigung nach schweren Einsätzen länger als der eigentliche Einsatz.

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In diesem modernen Raum mit Industriespülmaschine, Trocknungsschränken sowie auf der linken Seite Industriewaschmaschine und -trockner kann die FFW Lauchringen kontaminierte Einsatzkleidung und Atemgeräte reinigen. Im Hintergrund der abschließbare Füllraum für Atemluftflaschen.

Der Einsatz unter Atemschutz stelle eine sehr große körperliche Belastung dar. Deshalb müssten die Feuerwehrleute jährlich ihre körperliche Fitness für den Einsatz mit Atemschutzgerät nachweisen.

Einig waren sich Feuerwehrleute und die Besuchergruppe, welch große Bedeutung die Freiwilligen Feuerwehren für unser Zusammenlaben und die Sicherheit der Bevölkerung haben. Umso größer war das Unverständnis, wegen welcher Lappalien z.T. die Feuerwehr alarmiert werde. Hier zeige sich eine heute vielfach vorliegende Unfähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Wenn in einem Keller etwas Wasser wegen eines undichten Fensters stehe, dann sei es zumutbar, dies mit eigenen Mitteln wie z.B. Putzlumpen und Emer selbst zu beseitigen und kein Fall für die Feuerwehr. Eine Katze müsse nicht immer mit einer Drehleiter im Wert von über einer halben Million Euro und Betriebsstundenkosten von mehreren hundert Euro aus einem Baum gerettet werden, von dem eine Katze meist selbst wieder herunterklettern kann. Und auch ein leichter Brandgeruch deutet nicht immer auf einen Alarmfall für die Feuerwehr hin, sondern kann durch ein Lagerfeuer mit zu feuchtem Holz in der Nachbarschaft entstanden sein.

Erfreulich für die Gemeinde Lauchringen und die Nachbargemeinden, die gelegentlich unterstützt werden: Mit 90 aktiven Feuerwehrfrauen und-männern und mehr als zwei Dutzend Bambinis im Nachwuchs hat die Lauchringer Feuerwehr bislang gottseidank keine Personal- oder Nachwuchssorgen. Damit sind die wertvollen Ausrüstungsgegenstände im Wert von mehreren Millionen Euro im Dienste der Allgemeinheit sicher und einsatzbereit in guten Händen. 
Ein herzliches Dankeschön an alle, die die Fahradtour ermöglicht, Vorträge gehalten und hierfür ihre wertvolle Freizeit geopfert haben!
Fotos (C) SPD Lauchringen
Der Südkurier berichtete.

Für uns in Berlin

 

Parlamentarische Staatssekretärin RITA SCHWARZELÜHR-SUTTER MdB

Wahlkreis Waldshut

schwarzelühr-sutter.de