Lauchringer SPD zu Besuch beim PSI.ch

Veröffentlicht am 22.04.2023 in Ortsverein
 

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Die Reisegruppe des SPD OV Lauchringen im Besucherzentrum des PSI. (Foto © Höfer)

Am 22.04.2023 starteten am Rathaus Lauchringen bei strahlendem Sonnenschein zwei Kleinbusse mit Interessierten zum Paul-Scherrer -Institut in Villigen (Schweiz). Sie wollten am Vormittag erfahren, zu welchen Fragen der Energiewende aktuell am PSI geforscht wird. Organisiert hatte die Tour der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Physiker Dr. Philipp Schmidt-Wellenburg, der selbst in der Grundlagenforschung am PSI arbeitet. Spannende Details über die verschiedenen Arbeitsfelder des PSI schilderte der Chemiker Prof. Dr. Oliver Kröcher, Chef der Abteilung für Bioenergie und Katalyse, der die Besuchsgruppe durch den Vormittag führte.

 

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Prof. Kröcher erläutert die ESI-Plattform (Foto © Battefeld)

Bis 2050 soll das Schweizer Energiesystem Schritt für Schritt saniert werden. Das Maßnahmenpaket Energiestrategie 2050 der Bundesregierung sieht ebenfalls eine Abkehr von der Kernenergie vor. Der Energieverbrauch soll gesenkt werden. Neue erneuerbare Quellen wie Solarenergie, Windkraft und Energie aus Biomasse sollen ausgebaut und vorhandene Ressourcen besser genutzt werden. Mit der Energy System Integration oder ESI-Plattform bietet das PSI Forschung und Industrie eine experimentelle Plattform, auf der vielversprechende Ansätze in all ihren komplexen Zusammenhängen und Zusammenhängen getestet werden können. Auf der ESI-Plattform werden in einzelnen Containern Versuchsanordnungen untersucht für katalytische Methangewinnung aus Bioabfällen, Wasserstoff-Elektrolyse und Wasserstoffnutzung in Brennstoffzellen. Wichtig ist auch das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten mit einem simulierten Solar- und Windstromangebot. Daneben spielen Studien zur Energie-Zwischenspeicherung für unterschiedliche Zeiträume, Wasserstofftransport (z.B. auch als Ammoniak) sowie erfolgversprechende e-Fuel-Synthesen für bislang alternativlose Antriebe (Kraftstoffe für Düsenflugzeug- sowie Schiffsantriebe, ggf. auch mit Ammoniak) eine Rolle. Nach bisheriger Einschätzung werden Biokraftstoffe nach dem Rohstoffangebot aus Land- und Forstwirtschaft sowie Abfallverwertung in der Schweiz rund ein Zehntel des Energiebedarfs decken können. Dennoch soll auch in diesem Bereich ein möglichst optimaler Beitrag zur Gesamtenergieversorgung geleistet werden.

Überlegungen zur Verwendung von e-Fuels im PKW-Bereich werden aus wissenschaftlicher Sicht als unsinnig angesehen, da reine Elektroautos beim selben Energieeinsatz ca. fünfmal so weit fahren können wie mit e-Fuels angetrieben Fahrzeuge.

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Von Laborversuchen über Container-Kleinanlagen bis zur halbindustriellen Nutzung in Kooperationen mit kommerziellen Anwendern reichen die Versuchsanlagen im PSI. (Foto © Battefeld)

Das Besucherzentrum des PSI ist wochentags sowie Sonntags zu bestimmten Zeiten allgemein für den Besucherverkehr geöffnet und bietet neben Informationsfilmen vielfältige kleine Demonstrationsversuche zum Mitmachen.

 

 

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