SPD will Industrie im Schwarzwald zukunftssicher machen

Veröffentlicht am 15.01.2025 in Partei
 

Rita Schwarzelühr-Sutter und Betriebsleiter Jens Lategahn

Die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Waldshut-Hochschwarzwald Rita Schwarzelühr-Sutter will die Industrie im Südschwarzwald zukunftssicher machen. „Wir brauchen vielfältige und nachhaltige Industrie in ländlichen Regionen“ hob Schwarzelühr- Sutter am 13. Januar bei einem Besuch der Papierfabrik Felix Schoeller am Standort Titisee-Neustadt hervor.

Die Wohnungsnot in Ballungsgebieten, die Landflucht und unnötige Pendlerströme können nur vermieden werden, wenn hochwertige Industrieproduktion in den ländlichen Gebieten zukunftssicher gemacht wird. Die Papierfabrik Schöller hat weltweit Standorte und produziert Spezialpapiere vom Fotopapier bis zum „künstlichen Furnier“ für Sperrholzmöbel.  Im Gespräch mit dem Betriebsleiter erfuhr die Abgeordnete die konkreten Probleme dieses Produktionsstandorts. Die Betriebswirtin Schwarzelühr-Sutter ist nicht erstmals in der Fabrik und will immer wieder die Originaltöne aus den Unternehmen hören. Zwei zentrale Themen sind hier bezahlbare Energie und der Fachkräftemangel, der sogar bis zu den Speditionen durchschlägt, die Firmenprodukte an die Kundschaft liefern. Ein Teil der Lagerkapazität werde nur deshalb vorgehalten, weil Speditionen Liefertermine wegen Fahrermangels nicht einhalten könnten. Wie vor einem halben Jahrhundert müsse die Produktionsstraße aber im Schichtbetrieb ununterbrochen laufen, um wirtschaftlich zu arbeiten. Deshalb sei es schwierig, die wenigen Spezialisten am Arbeitsmarkt zu finden, die in der Papierfabrikation ausgebildet seien und im Schichtbetrieb arbeiten wollten. Der Betriebsleiter betonte, dass die Belegschaft in Neustadt schon heute eine bunte Mischung aus vielen Nationen sei, die hervorragend zusammenarbeiteten. Leider seien die Papiermacher bundesweit heute nicht mehr so mobil wie früher. Der Betriebsleiter bedauerte, dass bei Schließungen in anderen Firmen heute ein Großteil der Belegschaft lieber in andere Branchen umsteige. Dadurch ginge wichtiges Branchenwissen verloren.   Ein zweiter wichtiger Faktor sind bezahlbare und kalkulierbare Energiepreise. Die Firma hat die Durststrecke Covid stabil überstanden und profitiert von der Sicherung des Energiemarktes gegen die Folgen des Ukraine-Krieges. Aber das reiche für die Zukunftssicherung nicht aus. Die SPD will deshalb die Energiewende weiter vorantreiben und die Schieflagen bei den Netzentgelten bereinigen. SPD und die Papierindustrie weisen auf die große Bedeutung des Stromnetzausbaus hin. Ein wichtiger Baustein hierfür ist der lange behinderte SuedLink zwischen den Offshore-Windparks an Nord- und Ostsee und der Industrie in Süddeutschland. Und der Ausbau der Windenergie muss weiter vorankommen. „Baden-Württemberg und Bayern haben inzwischen den Anschluss an das Ausbautempo in anderen Bundesländern verloren – das muss sich dringend ändern“ drängte Schwarzelühr-Sutter. Immerhin stellt die Papierbranche schon bislang vier von 15 Unternehmen, die Fördermaßnahmen des Bundesklimaministeriums zur Klimaneutralität umsetzen. Die Abgeordnete betonte, es sei ihr wichtig, dass gerade Spezialwissen über die Produktion von Nischenprodukten on Deutschland ein besonders schützenswertes Gut sei. Sie bot Informationen über das Programm der Bundesregierung zur Sicherung deutschen know hows gegen Ausspähung an.

Für uns in Berlin

 

Parlamentarische Staatssekretärin RITA SCHWARZELÜHR-SUTTER MdB

Wahlkreis Waldshut

schwarzelühr-sutter.de