Podiumsdiskussion zur Gesundheit

Veröffentlicht am 04.03.2026 in Aktuelles
 

Podiumsdiskussion zur Gesundheit in Oberlauchringen v.l.n.r.:
Stefan Leutzbach, Radiologe, Dr. Olaf Boettcher, Hausarzt, als Moderator AWO-Geschäftsführer Thomas Bomans (vielen Dank!), unsere Landtagskandidatin Joana Stöhrer da Costa, und aus unserem Ortsverein Klaus-Ulrich Battefeld,

Wir legen als SPD OV Lauchringen und als SPD-Kreisverband Waldshut "den Finger in die Wunde" und fragen: Wie kann die Gesundheitsversorgung im Landkreis besser werden? Am Samstag 3.3.2026 haben wir abends im Gmeindshus in Oberlauchringen eine gut besuchte Podiumsdiskussion im Kreis veranstaltet. Die Presse berichtete:

https://www.suedkurier.de/hochrhein/fachaerzte-und-kommunalpolitiker-bei-podiumsdiskussion-zum-thema-gesundheit-113592502

Moderator Thomas Bomans führte in die Thematik ein:
Es herrscht wohl Einigkeit in diesem Raum: die haus- und fachärztliche Betreuung im Landkreis Waldshut und im umliegenden Hochrhein-Raum ist mehr als schwierig geworden 
Patienten berichten von langen Wartezeiten von bis zu 20 Monaten für einen Termin und Praxen mit Aufnahmestopps – eine Situation, die sich über die Jahre verschärft hat. Immer mehr Patientinnen müssen sich Fachärzte in anderen Landkreisen suchen, dort werden mittlerweile Patienten aus dem Landkreis Waldshut nicht mehr angenommen. 
Es fehlt an Nachwuchs:
•    60 Prozent der 90 niedergelassenen Hausärzte und 69 Prozent der 13 Kinder- und Jugendärzte sind älter als 60 Jahre

•    In den Gemeinden Ibach, Lottstetten, Weilheim und Wutach gibt es keine niedergelassenen Hausärzte mehr, 
•    in Hohentengen und Todtmoos noch einen
•    in Wutöschingen und Ühlingen-Birkendorf noch zwei

•    Gleichzeitig sagt die Bedarfsplanung der KV BW mit Stand vom 15.10.25, dass lediglich bei den HNO-Ärzten mit einem «Versorgungsgrad» von 78,1 und den Nervenärzten mit einem Grad 89 und den Kinder- und Jugendpsychiatern mit einem Grad von 61,2 noch «Bedarf» bzw. eine partielle Öffnung da ist 
•    während bei den Frauenärzten und den Kinderärzten mit einem Grad von 112 bzw. 111,8 keine zusätzlichen Arztsitze möglich sind
•    Gleiches gilt bei den Chirurgen und Orthopäden, den Hautärzten, den Urologen, den Radiologen, den Internisten und Anästhesisten
    
•    Gleichzeitig herrscht in unserer Region ein von der Bevölkerung und der Politik wahrgenommener chronischer Haus- und Fachärztemangel und mangelnde Nachfolgeprogramme
•    Wer kann also nicht rechnen, die KV oder die Bevölkerung und Politik?
•    Und: welche Nachfolgeprogramme gibt es und sollte es noch geben und
•    wie kann das aufgelegte und bereits überbelegte Landarztprogramm «The Ländärzt» weiterentwickelt und ausgebaut werden?

 

Warum werden am Hochrhein
Anträge auf Arztstellen abgelehnt?

In letzter Zeit wurden häufiger Niederlassungs- oder Anstellungswünsche von Ärzten im Landkreis abgelehnt, da angeblich keine Unterversorgung nach Bedarfsplan vorläge.§ 2 der bundesweiten Bedarfsplanungs-Richtlinie ermöglicht am Hochrhein zusätzliche Arztkapazitäten. Der Planungsausschuss nutzt dies nicht.

§ 2 ist eine „Kann‑Regelung“, keine „Muss‑Regelung“

Der Planungsausschuss hat ein Ermessen, von den allgemeinen Vorgaben abzuweichen, wenn besondere regionale Versorgungsbedarfe bestehen.
Der Ausschuss muss nicht zwingend begründen, warum er § 2 NICHT nutzt.

In der Praxis wird § 2 bundesweit extrem selten angewendet.

Planungsausschuss: Grenzregionen „formal nicht unterversorgt“

Damit erscheint Waldshut auf dem Papier ausreichend versorgt, obwohl die Versorgung schlecht ist.

Planungsausschuss fürchtet Präzedenzfälle

Wenn Waldshut eine § 2 – Ausnahmen bekäme, dann könnten auch die Kreise Lörrach, Konstanz, Sigmaringen, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar Anspruch auf zusätzliche Sitze erheben.

In Universitätsstädten können mehr Stellen zugelassen werden

Universitätsstädte können ihre Arztdichte erhöhen durch MVZ-Anstellungen, Klinikambulanzen, Hochschulambulanzen, Ermächtigungen, große Praxen mit mehreren Angestellten. Diese Strukturen umgehen die Bedarfsplanung.
Deshalb ist Freiburg nicht auf § 2 angewiesen.

Der Kreis Waldshut dagegen hat diese Strukturen kaum.  

Wir wollen die Aufsicht über den Planungsausschuss verbessern!

Der Planungsausschuss ist ein gemeinsames Gremium von Kassenärztlicher Vereinigung Baden‑Württemberg (KVBW) und Krankenkassen
unter Rechtsaufsicht des Sozialministeriums Baden‑Württemberg.

Dieses kann prüfen, ob der Ausschuss die Richtlinien korrekt anwendet,
rügen, wenn Ermessensspielräume nicht genutzt oder fehlerhaft begründet werden, beanstanden, wenn Beschlüsse rechtswidrig sind und den Ausschuss verpflichten, neu zu entscheiden.

§ 2 BPLR ist ein Ermessensspielraum –das Land kann eingreifen

§ 2 Bedarfsplanungs‑Richtlinie sagt: Der Planungsausschuss kann von der Bedarfsplanung abweichen, wenn besondere regionale Versorgungslagen bestehen. Dieses Ermessen muss sachgerecht ausgeübt werden. Wenn der Ausschuss immer sagt „machen wir nicht“, ohne die besondere Lage zu prüfen, ist das fehlerhafter Ermessensgebrauch – und damit rechtswidrig.

Der grenznahe Raum Waldshut erfüllt objektiv Kriterien nach § 2 BPlRL

  • massive Abwanderung von Ärzten in die Schweiz
  • strukturelle Unterversorgung trotz formaler „Vollversorgung“
  • lange Wegezeiten
  • fehlende Facharztangebote
  • geringe MVZ‑Strukturen
  • demografische Besonderheiten
  • Grenzpendlerströme
  • Versorgungslücken in der Fläche

Wenn der Planungsausschuss dies nicht prüft, muss die Aufsicht tätig werden.

Die Landesregierung tut es bisher nicht!

Was will die SPD konkret tun?

1. Prüfung der Beschlüsse: Wir wollen prüfen lassen, ob der Ausschuss § 2 korrekt berücksichtigt, die besondere Lage im Grenzraum sachgerecht bewertet und sein Ermessen ordnungsgemäß ausgeübt hat

2. Beanstandung: Wenn der Ausschuss § 2 ignoriert, wollen wir den Beschluss beanstanden und eine erneute Entscheidung verlangen

3. Politische Einflussnahme: Wir wollen fordern, § 2 anzuwenden, Leitlinien für Grenzregionen entwickeln oder die Bedarfsplanung zu überarbeiten.

4. Öffentliche und parlamentarische Kontrolle Wir wollen Kleine Anfragen stellen, politischen Druck ausüben und die besondere Lage des Landkreises Waldshut thematisieren

Ärzte beschweren sich über fehlende politische Unterstützung

Es gebe zu wenig Unterstützung bei bezahlbaren Praxisräumen?

Es gebe zuwenig Anreize für den Hochrhein?

Die Kommunen haben hierfür eigentlich keinen Auftrag.

In Lauchringen, Murg und Rickenbach haben Gemeinden bezahlbare Praxisräume erstellen lassen

Dr. Boettcher nutzt in Rickenbach kommunale Räume

Soweit Ärzte das Risiko einer Großpraxis scheuen, springen Kommunen ein und gründen medizinische Versorgungszentren (MVZ) – nicht weil sie wollen, sondern weil sie helfen müssen

Der Kreis und viele Kommunen haben sich bereits bisher in der Gesundheitsversorgung engagiert – sie bekommen aber nicht genügend Kassenärzte genehmigt.

KOMMUNEN GEHEN VORAN:
MVZ mit Kommunalbeteiligung im Kreis Waldshut
(lila Kreuz)

Beteiligte Kommunen (orange)

  • Grafenhausen
  • Bonndorf
  • Ühlingen‑Birkendorf
  • Klettgau
  • Bad Säckingen
  • Dettighofen
  • Hohentengen am Hochrhein
  • Jestetten
  • Lottstetten
  • Landkreis Waldshut

 

Medizin am Hochrhein (Landkreis‑MVZ)

  • Gynäkologie Waldshut: Hauptstraße 69, 79761 Waldshut‑Tiengen
  • Radiologie Waldshut: Kaiserstraße 93, 79761 Waldshut‑Tiengen
  • Orthopädie Waldshut: Kaiserstraße, 79761 Waldshut‑Tiengen
  • Gynäkologie +Allg. Stühlingen: Loretoweg 10, 79780 Stühlingen

MVZ Rothauser Land

  • Grafenhausen: Schaffhauser Str. 25, 79865 Grafenhausen

MVZ Klettgau

  • Klettgau‑Grießen: Hauptstraße 27, 79771 Klettgau‑Grießen

MVZ Bad Säckingen (Gesundheitscampus)

  • Meisenhartweg 14, 79713 Bad Säckingen

MVZ Jestetten (ZipHo eG)

  • Hauptstraße 15, 79798 Jestetten

BLOCKIERT: abgelehnte Kassenarztsitze/stellen

lt. Presseberichten:

Gynäkologie (Klettgau)

Onkologie (Bad Säckingen)

Mehrfachversagungen, z.T. revidiert (Bad Säckingen)

Das sagen Ärzte:

SÜDKURIER  (Auszüge)

Ärzte des Klinikums Hochrhein kritisieren mangelnde ambulante Versorgung

„Habe ich in diesem Ausmaß in NRW nie gesehen“:

Klinikärzte beklagen Zustand ankommender Patienten.
Wenn Hausärzte fehlen, kommen Patienten bereits schlechter versorgt ins Krankenhaus.
Die Situation ist alarmierend, berichten Mediziner des Klinikums Hochrhein.

Von Nathalie Metzel | 17.02.26, 08:27 Uhr

https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/krankenhaus-aerzte-kritisieren-mangelnde-ambulante-versorgung-17-02-26-113361334

„Zwei Ärzte aus dem Klinikum Hochrhein sagen jetzt:
Manche Patienten sind schon in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, bevor sie überhaupt ins Krankenhaus kommen.
Das liege am Ärztemangel in der Region.

 „Sie berichten, dass sie seit Monaten Schmerzen haben, die sie ans Bett fesseln.“ Das binde Kapazitäten im Krankenhaus, was eigentlich nicht nötig sein müsste. Im Kreis Waldshut ist Robert Wisniewski nach eigenen Angaben der einzige Wirbelsäulenchirurg, im Kreis Aachen habe es im Umkreis von 100 Kilometern mindestens zehn weitere Fachärzte für diesen Bereich gegeben.“

„Der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Kai Sonntag, sagt dem SÜDKURIER, dass man vom Versorgungsgrad nur grob auf die Versorgungssituation schließen könne: „Dafür ist die Systematik mit viel zu vielen Schwächen versehen.“ Der Versorgungsgrad sagt zum Beispiel nichts darüber aus, wie sich die Ärzte über den Landkreis verteilen. „Dass es überhaupt so eine Berechnung gibt, liegt daran, dass die Bundesregierung vor Jahren die Zahl der ambulant tätigen Ärzte aus Kostengründen begrenzen wollte“, sagt Sonntag. Die Berechnung erfolge nach einer bundesweiten Vorgabe. „Bei der KVBW wissen wir, dass die Zahlen mit den Erfahrungen der Patienten auseinandergehen.“

Nicht gesagt wird:

Abweichungen von den bundesweiten Vorgaben sind zulässig.

Sie werden aber nicht genutzt

Abweichung von Bedarfsplanungsrichtlinien zulässig

§ 2 Bedarfsplanrichtlinien: Berücksichtigung regionaler Besonderheiten

1Von dieser Richtlinie darf mit Begründung im Sinne des § 12 Absatz 3 Satz 2 Ärzte-ZV abgewichen werden, wenn und soweit regionale Besonderheiten dies für eine bedarfsgerechte Versorgung erfordern (§ 99 Absatz 1 Satz 3 SGB V). 2Regionale Besonderheiten im Sinne des § 99 Absatz 1 Satz 3 SGB V können insbesondere sein:

  1. die regionale Demografie (zum Beispiel ein über- oder unterdurchschnittlicher Anteil von Kindern oder älteren Menschen),

  1. die regionale Morbidität (zum Beispiel auffällige Prävalenz- oder Inzidenzraten),

  1. sozioökonomische Faktoren (zum Beispiel Einkommensarmut, Arbeitslosigkeit und Pflegebedarf),

  1. räumliche Faktoren (zum Beispiel Erreichbarkeit, Entfernung, geographische Phänomene wie Gebirgszüge oder Flüsse, Randlagen, Inseln oder eine besondere Verteilung von Wohn- und Industriegebieten) sowie

  1. infrastrukturelle Besonderheiten (unter anderem Verkehrsanbindung, Sprechstundenzeiten/Arbeitszeiten und Versorgungsschwerpunkte des Vertragsarztes, Barrierefreiheit, Zugang zu Versorgungsangeboten angrenzender Planungsbereiche unter Berücksichtigung von Über- und Unterversorgung und anderer Sektoren, zum Beispiel in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen et cetera).

 Ist es aufgrund regionaler Besonderheiten für eine bedarfsgerechte Versorgung erforderlich, von diesen Richtlinien abzuweichen, sind die Abweichungen in den nach § 99 Absatz 1 Satz 1 SGB V aufzustellenden Bedarfsplänen zu kennzeichnen und die Besonderheiten darzustellen.

Beispiele für Unplausible Versorgungsgrade nach KV BW (15.10.2025)

Nur fünf Kreise in BW mit Bedarf an Frauenärzten?
Kein Kreis in BW mit Bedarf an
Chirurgen/Orthopäden (WT/LÖ)?
Kein Bedarf an
Kinderärzten in WT (ohne Kinderklinik und mit schlechter Erreichbarkeit /ÖPNV – im Gegensatz zu Stuttgart (mit Kinderklinik und guter Erreichbarkeit/ÖPNV)?

 

  

 

Der „amtliche“ Morbiditätsfaktor für Waldshut-Tiengen
ist im bundesweiten Vergleich unplausibel

Beispiel Hausärzte, Chirurgen und Orthopäden

Der „amtliche“ Morbiditätsfaktor für Waldshut-Tiengen
ist im bundesweiten Vergleich unplausibel

Beispiel: Kinder- und Jugendärzte, HNO-Ärzte, Augen- sowie Nervenärzte

    

Zur Kassenärztlichen Versorgungslage im LK Waldshut im Vergleich zu
LK Lörrach, Land Baden-Württemberg und zu Freiburg

"Ärzte"=Ärzte und Psychotherapeuten m/w/d mit Kassenzulassung

   

Quelle: SPD-WT Kreisverband Waldshut  nach Angaben der Kassenärztl. Bundesvereinigung KBV

Quelle bis 2023

 https://gesundheitsdaten.kbv.de/cms/html/16402.php

Quelle 2024

https://www.kbv.de/infothek/zahlen-und-fakten/gesundheitsdaten/aerzte-regionale-verteilung

             

Durchschnittsalter Ärzte

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

54,7

54,6

54,6

54,5

54,5

54,4

LK Lörrach

56,0

56,0

56,0

55,5

55,7

55,5

LK Waldshut

56,7

56,7

57,1

56,9

57,1

57,4

Freiburg

55,6

55,6

55,2

54,9

54,9

55,2

LK LÖ in % von Land BW

102,4

102,6

102,6

101,8

102,2

102,02

LK WT in % von Land BW

103,7

103,8

104,6

104,4

104,8

105,51

             

Durchschnittsalter Hausärzte

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

55,9

55,8

55,9

55,8

55,7

55,5

LK Lörrach

57,8

56,6

56,6

56,9

56,2

56,3

LK Waldshut

58,3

58,9

59,3

59,3

59,6

59,9

Freiburg

55,7

55,5

55,5

54,8

54,3

55,1

LK WT in % von Land BW

104,3

105,6

106,1

106,3

107

107,93

             

Arztdichte je 100.000 EW

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

206,8

210,1

212,1

213,7

215,5

213,6

LK Lörrach

150,2

150,2

149,4

149,8

147,2

141,6

LK Waldshut

134

132,8

132,2

129,8

131,6

130,3

Freiburg

394,1

400,2

410,2

415,4

428,5

412,5

LK LÖ in % von Land BW

73

71

70

70

68

66

LK WT in % von Land BW

65

63

62

61

61

61

Deutschland

       

232

 

             

Anteil Ärzte über 65 Jahren

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

13,6

13,6

13,7

13,7

13,8

14,2

LK Lörrach

17,5

16,6

17,3

17

18,8

17,9

LK Waldshut

19,3

18,6

17,8

18,1

21

23

Freiburg

15,7

16,3

16,2

15,4

15,8

16,5

LK LÖ in % von Land BW

128,7

122,1

126,3

124,1

136,2

126,1

LK WT in % von Land BW

141,9

136,8

129,9

132,1

152,2

161,97

             

             

Durchschnittsalter Kinderärzte

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

52,7

52,8

52,9

53

53,1

53

LK Lörrach

55,2

55,5

55,9

54,2

56,5

52,4

LK Waldshut

54,9

55,9

56,9

57,9

58,9

59,9

Freiburg

50

50,5

50,1

51,3

51,6

52,5

LK WT in % von Land BW

104

106

108

109

111

113

             

Kinderarztdichte je 100.000EW

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

9,9

10,2

10,3

10,3

10,4

10,3

LK Lörrach

10,5

10,5

10,5

10,9

10,9

9

LK Waldshut

8,8

8,8

8,8

8,8

8,8

8,6

Freiburg

13,1

14,4

14,8

14,8

15,2

14,8

LK WT in % von Land BW

89

86

85

85

85

83

             

Anteil Kinderärzte üb 65 Jahre %

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

6,3

6,4

7,6

8,2

9,1

8,7

LK Lörrach

8,3

4,2

12,5

8

20

9,5

LK Waldshut

13,3

13,3

13,3

13,3

26,7

26,7

Freiburg

0

6,1

2,9

2,9

2,9

8,6

LK WT in % von Land BW

211,1

207,8

175

162,2

293,4

306,9

             

Teilnahmeumfang Kinderärzte
[% von Vollbeschäftigung)

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

90%

90%

90%

90%

90%

90%

LK Lörrach

100%

100%

100%

90%

90%

100%

LK Waldshut

100%

100%

100%

100%

100%

90%

Freiburg

80%

80%

80%

80%

80%

80%

LK LÖ in % von Land BW

111,1

111,1

111,1

100,0

100,0

111,1

LK WT in % von Land BW

111,1

111,1

111,1

111,1

111,1

100

             

psychologische Psychotherapeuten
 je 100.000EW

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

30,2

32,3

33,4

34,6

35,3

     35,6

LK Waldshut

19,4

21,2

22,3

22,9

24,1

     25,7

LK Lörrach

26,7

26,7

25,8

27,6

27,2

     24,2

Freiburg

134,6

138,9

145,4

151,5

155

  155,0

LK WT in % von Land BW

64,2

65,6

66,8

66,2

68,3

72,2

LK LÖ in % von Land BW

88,4

82,7

77,2

79,8

77,1

68,0

ärztliche Psychotherapeuten
 je 100.000EW

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Baden Württemberg

8,6

8,5

8,5

8

7,9

       7,6

LK Waldshut

5,3

4,7

4,7

4,7

4,1

       4,0

LK Lörrach

4,4

4,8

4,8

4,4

3,5

       3,4

Freiburg

47,9

47

45,7

41,8

43,1

     40,2

LK WT in % von Land BW

61,6

55,3

55,3

58,8

51,9

52,6

LK LÖ in % von Land BW

51,2

56,5

56,5

55,0

44,3

44,7

Wir haben am Hochrhein pro Kopf

ein Drittel der Ärzte von Freiburg und

deutlich weniger als im Landesdurchschnitt BW

  

Am Hochrhein sind Kassenärzte älter als in Freiburg oder im Landesdurchschnitt BW

Im Kreis Waldshut nimmt das Durchschnittsalter zu, sonst nimmt es ab

Der Anteil der Kassenärzte über 65 Jahre

liegt am Hochrhein deutlich höher als in Freiburg oder im Landesdurchschnitt

 

Die Zahl der Kinderärzte pro Kopf liegt am Hochrhein stark unter dem Landesdurchschnitt und nimmt ab

 

 

Es gibt am Hochrhein deutlich mehr alte Kinderärzte als in Freiburg oder dem Landesdurchschnitt

Kinderärzte im Kreis Waldshut sind im Durchschnitt fast 10 Jahre älter als im Landesdurchschnitt

Es gibt am Hochrhein pro Kopf der Bevölkerung ein Siebtel der Psychotherapeuten von Freiburg
und deutlich weniger als im Landesdurchschnitt

 

Es gibt am Hochrhein pro Kopf der Bevölkerung 1/10 der ärztlichen Psychotherapeuten von Freiburg

und die Hälfte des Landesdurchschnitts

 

Mehr Teams, weniger Einzelkämpfer

 Ein Bild, das Text, Screenshot, Reihe, Schrift enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.
Quelle:  https://www.kvbawue.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_diagramm.entwicklung.zugelassen.angestellt.2026.01_01_c61a4e884e.png

Ärzt*Innen wollen Teilzeit

Kommunale MVZ bieten Teilzeit

Ein Bild, das Text, Reihe, Screenshot, Diagramm enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Quelle: https://www.kvbawue.de/fileadmin/user_upload/bilder/Statistiken/diagramm.vergleich.kopfzahlen.versorgungsanteile.2026.01_01.png

Ärztliche Kooperationen sind die Zukunft!

Ein Bild, das Text, Reihe, Screenshot, Diagramm enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Quelle: https://www.kvbawue.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_diagramm.praxisstruktur.2026.01_01_22141df708.png

Was kostet Gesundheit? Was ist besonders teuer?

Teuer sind nicht die Arzt- und Zahnarztpraxen…

Grafik „Ausgaben für einzelne Leistungsbereiche der GKV 2024 in Prozent“ als Tortendiagramm mit folgenden Werten: Ärztliche Behandlung: 16,09 %; Arzneimittel 17,66 %; Hilfsmittel 3,75 %; Heilmittel 4,26 %; Zahnärztliche Behandlung (ohne Zahnersatz) 4,50 %; Zahnersatz 1,34 %; Früherkennungsmaßnahmen 0,94 %; Dialyse 0,74 %; Schutzimpfungen 1,03 %; Krankenhausbehandlung 32,73 %; Krankengeld 6,58 %; Fahrkosten 3,07 %; Schwangerschaft/Mutterschaft 0,49 %; Vorsorge- und Rehabilitations­leistungen 1,48 %; Behandlungspflege und Häusliche Krankenpflege 3,39 %; Sonstiges 1,95 %. Summen können rundungsbedingt abweichen. Darstellung: GKV-Spitzenverband; Quelle: Amtliche Statistik KJ 1.

Quelle: https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/zahlen_und_grafiken/gkv_kennzahlen/gkv_kennzahlen.jsp 

Was wird teurer? Krankenhaus, Arzneimittel, ambulante Behandlung, Krankengeld, Zahnarzt?

SPD Lauchringen nach: https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/zahlen_und_grafiken/gkv_kennzahlen/gkv_kennzahlen.jsp

Wir müssen Kranke heilen –
und sie nicht in Wartezimmern stapeln

oder die Krankmeldung verhindern

Das Wartezimmer als Virenschleuder?

Vorteile der Telemedizin
in Verbindung mit VERAH oder „Gemeindeschwester“

Hinweise auf die Übertragung von Atemwegsinfektionen in Arztpraxen könnten die Infektionskontrolle im ambulanten Bereich verbessern.

Patienten, die in der Praxis grippeähnlichen Symptomen ausgesetzt waren, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit, innerhalb von zwei Wochen mit ähnlichen Symptomen erneut die Praxis aufzusuchen, als nicht exponierte Patienten (adjustierte absolute Differenz: 0,7 pro 1.000 Patienten). Für Harnwegsinfektionen und Rückenschmerzen als nicht ansteckende Kontrollbedingungen wurden keine vergleichbaren Muster beobachtet.

https://www.healthaffairs.org/doi/10.1377/hlthaff.2020.01594?

Health AffairsVol. 40, No. 8: Prescription Drugs, Global Health & More

Evidence Of Respiratory Infection Transmission Within Physician Offices Could Inform Outpatient Infection Control

Hannah T. NeprashBethany SheridanAnupam B. JenaYonatan H. Grad, and Michael Lawrence Barnett

PUBLISHED:August 2021 Free Access  https://doi.org/10.1377/hlthaff.2020.01594

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Immunsystem:

  • langsamere und schlechtere Immunantwort
  • geringere Produktion neuer Immunzellen
  • schwächere Schleimhautbarrieren (z. B. in Nase und Bronchien)

Das bedeutet:

Ältere Menschen infizieren sich leichter und erholen sich langsamer.

Ältere Menschen haben häufiger:

  • Arztbesuche
  • Krankenhausaufenthalte
  • Reha‑Termine

Das erhöht die Kontaktwahrscheinlichkeit mit infektiösen Personen – unabhängig vom Immunsystem.

Wir müssen Krankheiten heilen, keine Krankmeldungen erschweren.

Kranke im Betrieb infizieren nur Gesunde

Quelle:
https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-Krankenstand.pdf

Es gibt kaum mehr Kranke- wir wissen aber mehr durch die e-AU!

Für uns in Berlin

 

Parlamentarische Staatssekretärin RITA SCHWARZELÜHR-SUTTER MdB

Wahlkreis Waldshut

schwarzelühr-sutter.de